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Ammersee 2010
Kein Navi der Welt kann uns aufhalten ...
 
Wir schreiben den 13.05.2010 (Himmelfahrt), ein gut gelaunter Trupp der BSG BfA macht sich auf den Weg zum beliebten Turnier der SG Bayrischen Staatsministerium des Innern am Ammersee, bei dem wir mit einer Damen sowie nach einjähriger Abstinenz auch mal wieder mit einer Herrenmannschaft antraten.
Früh um 7:00 Uhr trafen sich Frank, Judith, Jens, Nadine, Andreas, Nicola, Claudia, Ivonne und Maik am ICC, um gemeinsam mit dem „Gesindeltransporter“ zum gemeinsamen Treffpunkt dem Rasthof Michendorf zu fahren. Unser Gesindeltransporter war ein Mercedes Sprinter, den freundlicher Weise Jacky organisiert hatte. Bis auf das eingebaute Navi konnte man sich über das Gefährt nicht beschweren, es war genügend Beinfreiheit selbst für 1.90m große Leute vorhanden.
Den Weg nach Michendorf zu finden, war jedoch gar nicht so einfach, da uns das Navi das erste (und nicht letzte) Mal einen Streich spielte und uns vom rechten Weg abbrachte. Obwohl die „Schnellchecker“ Judith und Ivonne den Irrweg sofort bemerkten, waren sie nicht in der Lage dem Fahrer rechtzeitig Bescheid zu geben. Zum Glück hatten wir etwas Puffer eingeplant, sodass wir trotzdem zur vereinbarten Zeit von 7:40 Uhr mit den Autos
- „Neuruppin“ (Rico, Antje)
- „Südwest-Berlin“ (Rolli, Christiane)
- „Südachse“ (Armin, Betty, Gilian, Antje)
am Rasthof fusionieren konnten.
Nun galt es die Blase zu entleeren, denn bis zum nächsten Halt in Pegnitz ging es (so war zumindest der Plan) ohne Pause. Nach einer kleinen Irrfahrt durch den Forst von Pegnitz und der revolutionären Erkenntnis, dass auch Rastplätze und ihre Hütten nur eine begrenzte Lebens- und Verweildauer haben, fand sich doch noch eine gemütliche Stelle zum gemeinsamen Schlemmen. Der Tisch wurde sogleich mit mitgebrachtem Eiersalat, Würstchen, Brötchen, Muffins, Eierlikörkuchen und vielem mehr bis zum Rand voll gestellt. (Krieg schon wieder Hunger!)
Gestärkt ging es via Nonstopflug zum Ammersee. Das Ziel quasi vor Augen spielte uns das Navi erneut einen Streich und ließ uns kreuz und quer durch etliche Nebenstraßen fahren. Auch diesmal konnte unser 2’er Navi (Judith, Ivonne) nur noch schlaue Sprüche klopfen.
In Holzhausen endlich angekommen wurden die Zimmer inspiziert und versucht die gestohlenen Stunden von Himmelfahrt mit einem kühlen Blonden wieder aufzuholen. Außerdem stieß nun der noch fehlende Teil der Berliner - Kleinfamilie Berger sowie die Exil-Berlinerin Dani - zu uns und es gab das erste Zusammentreffen mit alten Freunden und Bekannten.
Gegen 18:30 Uhr ging es in das Gasthaus Sonnenhof um den ausgehungerten Magen wieder mit Inhalt zu füllen. Nach einem mehr oder weniger leckeren Essen trafen wir uns mit den anderen Mannschaften zum Begrüßungstanz im großen Saal der Unterkunft.
"Wir woll'n ihn baden sehen, wir woll'n ihn baden sehen ..."
Zu späterer Stunde versprach ich übermütig den noch anwesenden Leuten, dass ich am nächsten Morgen um 6 Uhr im 11,5 Grad kalten Ammersee baden gehen würde. Da sich meine Hoffnung, dass um 6:00 Uhr sowieso niemand wach ist, durch einen Frühaufsteher zu Nichte gemacht wurde, musste ich schließlich nach ordentlicher Erwärmung wirklich baden gehen.
Nach dem gemeinsamen Frühstück konnte am Freitag jeder seinen Tagesablauf individuell planen oder zwischen den diversen Angeboten der Gastgeber wählen:
- Münchener Kneipentour
- Führung durch die BMW Welt mit anschließendem Sightseeing in München
- kleine Wandertour in der Nähe von Herrsching
- große Wandertour von Herrsching zum Kloster Andechs
Daniela, Ivonne, Nadine, Gilian und ich besuchten die Führung durch die BMW Welt, was sich allerdings eher als eine große Marketing Veranstaltung entpuppte. Nach der Führung zeigte uns Alex von den Münchenern noch etwas die Innenstadt – unter anderem den Marienplatz und den Viktualienmarkt. Später trafen wir uns mit der Kneipentour-Truppe, der sich Nicola und Claudia angeschlossen hatten, in der Max-Emanuel-Brauerei zum gemütlichen Abendbrot.
Nico und Claudia hatten sich für die Münchener-Stadt beziehungsweise bei schlechtem Wetter Münchner- Kneipentour entschieden und wussten oh Wunder nur von Wirtshäusern zu berichten.
Da Dani und Nadine noch ihre Füße vertreten wollten, brachen die beiden etwas früher auf und wollten sich dann, wie abgesprochen pünktlich um 19:30 Uhr mit uns wieder am Bus treffen.
Obwohl die beiden um 19:20 Uhr überpünktlich am Busplatz eintrafen, sahen sie nur noch die Rücklichter vom abfahrenden Bus. Zum Glück war Alex mit eigenem Auto in München und konnte mit einem schnellen Anruf im Gemeinschaftsbus diesen stoppen, sodass sein Golf kurzfristig bis zum Haltepunkt in einen 6 Mann Transporter um funktioniert werden konnte.
Vielen Dank an den sympathischen Alex!
Das Essen hättet ihr auch leichter haben können!
Der noch am Vortag als „Gesindeltransporter“ fungierende Bus wurde von Andi, Nadine, Frank, Rico, Antje, Jens und Judith währenddessen zum „Wanderbus“ umgetauft. Sie fuhren zusammen mit Armin, Betti, Antje, Rolli und Christiane zum schönen Blomberg in der Nähe von Bad Tölz, um dort die Pfunde vom Vortag wieder loszuwerden. Nun hieß es, zu dem auf 1200m Höhe gelegenen Blomberghaus zu gelangen. Andi und Jens eilten mit großen Schritten voraus und ließen sich nicht von der drückenden Luft und den steilen Aufstiegen abschrecken. Die Knie aller wurden auf eine harte Probe gestellt.
Oben angekommen, wurde erstmal das ein oder andere Getränk und eine Kleinigkeit zu Essen zu sich genommen. Für den Abstieg gestärkt machten sie sich wieder auf den Rückweg. Rolli, Antje, Jens und Judith wollten dafür gern die Sommerrodelbahn benutzen, welche sich auf dem Blomberg befindet. Leider hätte man den Schlitten am Fuße des Berges mit nach oben nehmen müssen, sodass sie nicht umher kamen, den Abstieg zu Fuß zu gehen.
Danach ging die Fahrt mit den Autos weiter nach Bad Tölz. Nach einem kleinen Stadtbummel und dem ein oder anderen Glas Maibock fuhren sie dann zurück zur Unterkunft nach Holzhausen. Doch leider sollte der Rückweg nicht ohne Umwege sein, denn das Navi war der Meinung, dass es noch mehr schöne Ecken am Ammersee gab, die sie alle sehen sollten. Ganze 7 Mal schickte es sie immer wieder auf falsche Wege.
Letztendlich erreichten die Zwölf nach einem Abendessen unterwegs die Unterkunft und trafen da auf den Rest der Münchenbesucher.
Volleyball wurde auch gespielt, wirklich!
Nach einem kurzen Frühstück ging es am Samstag dann endlich in die 3-Felder Turnhalle.
Die Herren mussten das erste Spiel gegen die Freunde aus Lübeck bestreiten. Noch nicht ganz warm gespielt, konnten wir (nur) ein Unentschieden herausholen.
Die nachfolgenden Spiele hätten wir unspektakulär gewonnen, wenn nicht Armin im 3.Spiel umgeknickt wäre und sich die Achillessehne gerissen hätte. Aus 3m Entfernung konnte man das Zischen laut und deutlich hören. Kein schöner Ton, hoffentlich wirst du wieder schnell gesund. Alles Gute auf diesem Wege.
Ohne Auswechselspieler musste nun jeder von uns durchspielen, was sich im Finale bemerkbar machen sollte. Dort trafen wir nämlich auf das Team aus Lübeck, gegen das wir im ersten Spiel schon unentschieden gespielt hatten. Den ersten Satz gaben wir leichtfertig an Lübeck ab. Im zweiten Satz drehten wir den Spieß um und führten zwischenzeitlich mit 20:11. Leider konnten wir den Abstand nicht halten und gewannen nur knapp mit 25 zu 23.
Im Tie-Break führten wir bis zu unserem 13. Punk konstant mit 2-3 Punkten Vorsprung. Am Ende versagten uns doch noch unsere Nerven und wir verloren mit 16 zu 14.
Auch wenn das Spiel nicht zu unseren Gunsten ausging, so war es dennoch ein richtig schönes Spiel. In Wahrheit hatten wir nur Angst vor dem Siegerbad im Ammersee ;)
Unsere Frauen hatten mit 10 Spielern auf dem Feld weniger mit ihrer Kondition zu kämpfen, als mit der fairen Aufteilung der Spielzeit auf alle Beteiligten. Keine leichte Aufgabe für Nadine als Kapitän.
Mit einem einzigen abgegebenen Satz gegen Lübeck und einem Unentscheiden gegen Salzburg meisterten die Damen souverän die Vorrundenspiele, um im Finale erneut gegen Salzburg antreten zu müssen.
Als wäre es ein Déjà-vu (oder lag es daran, dass wir parallel spielten?), gaben die Frauen, wie die Männer zuvor auch, den ersten Satz ab um anschließend den Zweiten zu gewinnen. Im Tie-Break stellten sich die Frauen etwas geschickter an und konnten ihren Vorsprung bis zum 15 zu 11 halten. Nach jahrelangem Dauerabo auf den Vize – Titel, konnten wir dieses Jahr nun endlich mal wieder den „Pott“ mit nach hause nehmen.
 
"Das war eisig kalt!!!!"
Da der Turniersieger traditionell im Ammersee baden gehen muss und die anderen Mannschaften auf die Tradition bestanden, hieß es dann um 22 Uhr ein frisches Bad zu nehmen.
Neben Judith, Nico, Claudia und Ivonne gingen ganz solidarisch auch Andi und Jens in den eisigen Fluten baden. Und nur fürs Protokoll: Das war eisig kalt!!!!!
Anschließend wurde das Tanzbein zu der 70’er Jahre Rock Band geschwungen, die sich als Kerle in Damenkleidern präsentierten.
Das Navi wollte wohl noch nicht zurück nach Berlin ...
Am Sonntag hieß es dann von den lieb gewonnen Mannschaften Abschied nehmen. Auf der Rückfahrt gab unser Navi noch einmal alles und verwirrte mit Sprüchen wie „Bitte nehmen sie im Kreisverkehr die 4. Abfahrt“ oder „Jetzt Links abbiegen“, obwohl links und rechts nur Acker zu sehen war. Die letzte Reihe im Bus konnte von Glück reden, dass sie trotz ihrer Schlaumeier-Sprüche nicht zu Fuß laufen musste.
Unbeirrt vom Navi fand unser Busfahrer Frank dennoch einen Weg nach Berlin.
Zum Schluss ein großes DANKESCHÖN an das A-Team aus München (Andy, Alex) und den vielen Helfern, die ein so schönes Turnier auf die Beine gestellt haben.
Um es mit Frankies Worten zu sagen: „Es war mir eine Freude“
Euer Maik
(mit freundlicher Unterstützung der zwei Schlaumeisen)
Maik am 01.07.2010
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